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«Chemise verte», eine Figur von Sophie Favre, wirkt zufrieden.© Sophie Favre
Station 8, Zuzwil

Fabeltiere und Monolithen

Da sind Comicfiguren entsprungen, aber auch die Natur wirkt kräftig mit. Die Station 8 zeigt in der Ausstellung «Diversité» Skulpturen aus Ton und Holz sowie erdige Bilder.
https://www.station8.ch/titel-fuer-eine-neue-ausstellung/diversite-14-oktober-2017/
Station 8, Zuzwil

Friedlich wie die grüne Farbe seines Hemdes sieht der Gesichtsausdruck des blonden Männleins aus. Gönnt er sich eine Siesta, weil er mit sich und der Welt im Reinen ist, oder lässt er sich beim Coiffeur den Kopf massieren? Die Figuren, die Sophie Favre aus Ton modelliert, haben Charakter. Der «Chemise verte»-Bub könnte in einem Comic oder einem Animationsfilm mitspielen. Andere sind Fabelwesen zwischen Tier und Mensch, so wie der Hahn namens «Punk», der sich mit menschlichen Händen am Schnabel kratzt.

Die französische Keramikerin ist zu Gast in der Ausstellung «Diversité» der Station 8. Die Auswahl der Künstler erfolge vor allem nach dem Bauchgefühl und dem Zusammenspiel der Disziplinen, wie der Galerist Hans-Ruedi Wüthrich sagt.

Ablagerungen

Die zweite französische Keramikerin Brigitte Marionneau gestaltet andere Skulpturen als Favre. Die schwarz-weissen Abstraktionen werfen die Betrachter auf die Wahrnehmung von Form und Oberfläche zurück. Zu diesen fast monolithischen Werken im Kontrast stehen die Holzskulpturen der Bernerin Anna Schmid. Sie sägt, schnitzt und kerbt etwa Türme mit feinen Binnen­strukturen («Équilibre»). Auf den Bildern von Wüthrich schliesslich wirkt die Natur als formende Kraft, lagern sich Pigmente und organische Reste ab wie Sedimente in Fliessgewässern.

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