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Was im Hirn abgeht: Der Kopf ist das eigentliche Rauschorgan.© Bernisches Historisches Museum
Bernisches Historisches Museum

Die Lust am Kontrollverlust

Auf der Suche nach dem Kick: Das Bernische Historische Museum gibt sich mit dem Jahresthema «Rausch – Extase – Rush» einem überzeitlichen Faszinosum hin. Die Ausstellung dazu nähert sich Highs und Flows breit und tabufrei auf 700 Quadratmetern.

Veranstaltungsdaten

SA 28.01.2023 10.00
SO 29.01.2023 10.00
DI 31.01.2023 10.00
MI 01.02.2023 10.00
DO 02.02.2023 10.00
FR 03.02.2023 10.00
SA 04.02.2023 10.00
SO 05.02.2023 10.00
DI 07.02.2023 10.00
MI 08.02.2023 10.00
DO 09.02.2023 10.00
FR 10.02.2023 10.00
SA 11.02.2023 10.00
SO 12.02.2023 10.00
DI 14.02.2023 10.00
MI 15.02.2023 10.00
DO 16.02.2023 10.00
FR 17.02.2023 10.00
SA 18.02.2023 10.00
SO 19.02.2023 10.00
DI 21.02.2023 10.00
MI 22.02.2023 10.00
DO 23.02.2023 10.00

In Madagaskar reiben sich Lemuren gerne mit Tausendfüsslern ein. Deren Sekret soll sie high machen. Der Goldschwanz wiederum isst gerne vergorene Beeren, um sich zu berauschen. Gerade Jungvögel stürzen dabei regelmässig ab – im sehr wörtlichen Sinn. Die Suche nach dem Kick, der Extase und dem Rausch ist also älter als der Mensch. Und eine Sache, die ihn in Bann zieht, und das seit Menschengedenken. Diesem überzeitlichen Faszinosum geht die neue Ausstellung «Rausch - Extase - Rush» im Bernischen Historischen Museum nach.

Wer nun eine gepflegt kuratierte Vitrinenschau zur abendländischen Geschichte der Drogen erwartet, sei gewarnt: Der Besuch der Ausstellung selbst könnte das Bewusstsein verändern. Oder zumindest einige Vorannahmen ins Taumeln bringen. Im Fokus steht nämlich die lebensweltliche Erfahrung von Rauschzu­ständen im Hier und Jetzt, die alle Menschen, auch unbewusst, im Alltag machen. Und so beginnt der Rundgang mit einer Reihe von Sinnesübungen, in denen optische, haptische und akustische Täuschungen die Wahrnehmung schon mal verrücken. Damit wird denn auch gleich der oftmals verengte Blick auf das Phänomen Rausch geweitet: Nicht nur mehr oder weniger legale Substanzen, auch körpereigene Botenstoffe ver­mögen ein High oder einen Flow zu er­zeugen. «Ziel ist, Rausch aus einer möglichst umfassenden Perspektive zu betrachten. Es ist eine Geschichte, die sich im Hirn abspielt. Gamen, Dauerlaufen oder Meditation berauschen auch», erklärt Ausstellungsmacher Simon Haller.

Ohne moralischen Zeigefinger

«Rausch – Extase – Rush» ist denn auch das Fokusthema, das sich das Bernische Historische Museum erstmals gibt. Zahlreiche Begleitveranstaltungen werden im Laufe des Jahres dazu stattfinden. Ziel ist, damit ein diverses und auch junges Publikum ins Haus zu bringen.
So treibe der Rausch vor allem Adoleszente um, so Haller. «Es ist die Zeit des Sichfindens, der Ablösung und der Suche nach Grenzen und deren Erweiterung. Der Umgang mit Rausch und Risiken ist eine wesentliche Erfahrung dabei.» Seine eigenen, damals jugendlichen Kinder brachten Haller vor vier Jahren auf die Idee, eine Ausstellung zum Thema zu machen.
«Sie erzählten, dass es für sie möglich gewesen wäre, an illegale Substanzen oder Medikamente ranzukommen.» Jugendliche sind denn auch das eigentliche Zielpublikum von «Rausch» – und haben die Ausstellung inhaltlich und formal mitgestaltet. Schüler*innen des Gymnasiums Kirchenfeld wurden ein Jahr vom Unterricht freigestellt, um das Kurator*innenteam zu unterstützen. «Wichtig war den Jugendlichen, dass die Ausstellung sinnlich und informativ daherkommt, ganz ohne Panikmache und moralischen Zeigefinger.»

Höchstens Museumsbier

Unterstützung erhielt Haller dabei unter anderem auch vom Bundesamt für Gesundheit. Auf insgesamt 700 Quadratmetern kommen psychologische, medizinische, pharmakologische, evolutionsbiologische, aber auch historische, popkulturelle und soziologische Aspekte ins bewegte Bild, ins Wort und ins Spiel. Daneben lädt ein publikumsspezifisches Spezialprogramm aus Workshops, Couch-Gesprächen und Spezialführungen Jugendliche, Lehrpersonen, aber auch Erwachsene ein, dem Rausch tabufrei zu begegnen. Ob es denn auch Drogen zu probieren gebe? «Das dann schon nicht», meint Haller, höchstens ein Museumsbier im gleichnamigen feierabendlichen Veranstaltungsformat. Die Ausstellung sei aber hoffentlich auch ohne bewusstseinserweiternd.

Events zu diesem Artikel

Ausstellungen

RAUSCH – EXTASE – RUSH

Do, 26.01.2023 – So, 13.08.2023 Warum streben wir nach Rausch und was fasziniert uns so daran? Die Ausstellung untersucht das Phänomen «Rausch» und seine Auswirkung auf den Menschen.  Bernisches Historisches Museum, Bern 28.01.2023, 10.00 – 17.00
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Do, 26.01.2023 – So, 13.08.2023 Warum streben wir nach Rausch und was fasziniert uns so daran? Die Ausstellung untersucht das Phänomen «Rausch» und seine Auswirkung auf den Menschen.  Bernisches Historisches Museum, Bern 05.02.2023, 10.00
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