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Legende: Dreigesichtige Totem-Skulptur.© Severin Nowacki
Cerny Inuit Collection, Bern

Bis zum letzten Knochen

Die neue Ausstellung der Cerny Inuit Collection «Unterwelt: Aus den Tiefen des Depots» zeigt zeitgenössische Kunstwerke aus dem hohen Norden.

«Totem» heisst die aus Speckstein geformte dreigesichtige Skulptur vom Inuitkünstler und Kanadier Floyd Kuptana. Martha Cerny, Leiterin der über 1000 Objekte umfassenden, privaten Cerny Inuit Collection, die sich auf zeitgenössische Kunst und Kultur aus dem hohen Norden spezialisiert, nennt die Skulptur liebevoll «unseren Picasso». Sie ist in der neuen Schau «Unterwelt: Aus den Tiefen des Depots» ausgestellt.

Mit Unterwelt ist nicht nur das Depot im UG des Museums gemeint, sondern auch die Unterwasserwelt und mythische Welt der polarnahen Regionen. So sieht man die Meeresgöttin Sedna oder den «Vogelhelfer» – einen Vogel, der seinen Schamanen bei der Reise in eine andere Welt begleitet und ihn pickt, wenn die Rückkehr offen ist. Die Schau zeigt Werke, die Tradition, Kunsthandwerk und Probleme wie schmelzendes Eis oder Alkoholkonsum behandeln. Hier tummeln sich Mischwesen, die wegen ­ihren natürlichen Bestandteilen wie Zähnen, Fell oder Leder vom Walross, Narwal oder Mammut nicht ganz einfach für den Kunstmarkt sind. Doch gehören sie zu einer Kultur, die bis zum letzten Knochen alles in Kunst verwandelt.

 

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