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Collageartiger Schwarz-Weiss-Druck «Und du fragst mich» (2016) von Annick Bosson. © Annick Bosson
Kunsthaus Grenchen

Belebende Nachbarschaft

Druckgrafiken, die im klassischen oder digitalen Verfahren entstanden sind und Einblicke in ein Atelier: Das Kunsthaus Grenchen zeigt die Ausstellungen: «Impression 2017» und «20m2 – Fenster ins Atelier von Martina Baldinger».

«Inhaltlich gibt es viele Anknüpfungspunkte dazu, was mich an diesem Tag beschäftigt hat», sagt die Künstlerin Martina Baldinger über ihre Installation im Kunsthaus Grenchen. «Die Arbeit reflektiert meine Arbeitsweise an einem Montag im September. Was habe ich an dem Tag gemacht, was habe ich gehört, mit wem habe ich gesprochen und wie habe ich mich gefühlt?»

Erzählerische Poesie

Die Ausstellungsreihe «20m2 – Fenster ins Atelier von ...» bietet jungen Kunstschaffenden aus dem Kanton Solothurn die Möglichkeit, ihr Werk zu präsentieren. Die in Olten geborene Künstlerin bespielt den Raum mit Zeichnungen, Animationen, Prozessskizzen und zwei Videoprojektionen. Die erzählerische Poesie in dieser vielfältigen Bildwelt lässt den Betrachterinnen und Betrachtern Spielraum für Assoziationen.

Werke im Austausch

Die zweite neue Ausstellung im Kunsthaus ist «Impression 2017», die von einer Jury ausgewählte Drucke zeigt und so dem aktuellen Geschehen auf diesem Gebiet nachgeht. Ausgewählt wurden 50 Positionen, darunter drei Künstlerduos. Die Kuratorin Anna Leibbrandt gestaltete die Anordnung der Ausstellung. «Hier war die Idee, dass sich die Werke gegenseitig etwas zu sagen haben, dass sich interessante Nachbarschaften ergeben.» So liessen sich inhaltliche, formale oder technische Verwandtschaften unterschiedlichster Art finden, wie Leibbrandt sagt. «Wir haben kleinere Ausstellungsräume in der Villa und grössere im Neubau. Die Grösse mancher Werke gab also zum Teil den Ausschlag, wo sie überhaupt aufgehängt werden können. Das Ziel war, dass die Betrachterinnen und Betrachter auch durch das Nebeneinander Neues in den Bildern entdecken.»

Mit collageartigen Schwarz-Weiss-Drucken und figurativen, farbenfrohen Werken entstanden im digitalen oder klassischen Druckverfahren, umfasst die Ausstellung verschiedenste Positionen der Druckgrafik. Thematische und handwerkliche Tendenzen der jeweiligen Altersgruppen – die Altersspanne der Kunstschaffenden umfasst rund 50 Jahre – liessen sich laut Leibbrandt nicht feststellen.

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