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Auf der Suche nach verlorenen Jagdgründen. © Anne Golaz
Alpines Museum Schweiz / Museum Cerny, Bern

Am Ende der Jagd

Passend zur Jagdsaison: Das Museum Cerny vermittelt in
«50 Shapes of Prey» die Auswirkungen des Klimawandels auf das Leben der Inuit und ihrer Tiere, und das Alpine Museum Schweiz geht mit Jäger*innen «Auf Pirsch».

Veranstaltungsdaten

DI 26.10.2021 10.00
MI 27.10.2021
MI 27.10.2021 10.00
DO 28.10.2021
DO 28.10.2021 10.00
FR 29.10.2021
FR 29.10.2021 10.00
SA 30.10.2021
SA 30.10.2021 10.00
SO 31.10.2021
SO 31.10.2021 10.00
DI 02.11.2021 10.00
MI 03.11.2021
MI 03.11.2021 10.00
DO 04.11.2021
DO 04.11.2021 10.00
FR 05.11.2021
FR 05.11.2021 10.00
SA 06.11.2021
SA 06.11.2021 10.00
SO 07.11.2021
SO 07.11.2021 10.00
DI 09.11.2021 10.00
Schmelzende Gletscher in der Schweiz, Regen in der Arktis: Der Klimawandel verändert die alpinen und arktischen Lebensräume in erschreckendem Tempo. Auf Alpengipfeln spriesst heute Löwenzahn, in Sibirien wiederum verhindert der tauende Perma­frost die saisonale Wanderung der Karibus – mit weitreichenden Folgen für die Lebensweise der Menschen, die mit und von den Huftieren, aber auch der Jagd nach Robben, Walen und Fischen leben. Auch sie sind vom Klimawandel bedroht.

Schach mit Tier, Mensch und Göttin

Das Museum Cerny präsentiert mit «50 Shapes of Prey» zeitgenössische Kunstwerke sowie Bild- und Film­materialien aus Nunavut, dem autonomen Territorium der Inuit im Norden Kanadas, die den Wandel und das Verschwinden der traditionellen Lebenswelt zum Thema machen.

Um die aus der Balance geratene Umwelt der Arktis darzustellen, ordneten Kuratoren Martha Cerny und Martin Schultz 32 Skulpturen aus Walknochen, Speckstein und arktischem Marmor zu einem Schachbrettspiel an. Darunter auch Darstellungen der Meeresgöttin Sedna und ihres männlichen Pendants, des «Gestaltwandlers», dem Repräsentant der Erde und Luft. Die beiden stehen sich im Ausstellungsraum gegenüber. In der Mitte platziert ist der Schamane, der zwischen den Welten vermittelt. Im Laufe der Ausstellung sollen die Figuren in Bewegung geraten: «Die Bären sind die Bauern – sie sind unmittelbar im Bestand bedroht, ebenso die Walrosse», erklärt Schultz. Die 50. Position auf dem Brett bleibt leer – es ist jene der Besucher*innen selbst. Diese werden so gleichsam in die sich wandelnde Anordnung miteinbezogen.

Ergänzt wird das Schachspiel mit Foto- und Filmmaterial, in dem Jugendliche aus Nunavut den spürbaren Klimawandel thematisieren. Übersetzt werden die Dokumentationen nicht: «Wir wollen, dass die Besucher*innen sich ganz auf den Ausdruck und die Gestik einlassen. Diese sprechen für sich», sagt Ausstellungsmacher Schultz.

Das Museum Cerny, in Bern selber erstaunlich unbekannt, hat sich seit seiner Gründung Anfang der 2000erJahre als umfangreiche Sammlung von Inuit-Kunst und -Artefakten einen Namen gemacht, und arbeitet weltweit eng mit anderen Institutionen zusammen. «50 Shapes of Prey» ist eine Koproduktion mit der University of Minnesota und der West Baffin Eskimo Cooperative. «Wir machen keine Ausstellung über die Inuit, sondern gemeinsam mit und von ihnen», so Schultz.

Weidmanns Heil?

Um die Begegnung mit einer Tradition geht’s auch im Alpinen Museum Schweiz: Die Jagd. Während manche sie als Rückkehr zur Natur verstehen, reagieren andere mit Befremden auf das Töten von Tieren: Diese Ambivalenz hat Kuratorin Barbara Keller in der Ausstellung «Auf Pirsch» aufgearbeitet, ebenso wie das Handwerk, das es dazu braucht. «Es ist eine Kulturtechnik, die auf eine lange Geschichte zurückblickt, die oft nur mündlich tradiert wurde – und die aber auch immer im Wandel ist.» Dies zeigt auch die Auswahl der Protagonist*innen, die in Videoaufzeichnungen zu Wort kommen, darunter die erste Wildhüterin Graubündens, Pirmina Caminada.

Sie gehört zu der wachsenden Anzahl von Frauen, die jagen, und beschreibt es als eine Form der Begegnung mit der Natur, in der Respekt und Ehrfurcht vor dem Tier im Vordergrund stehen. Neben Selbstzeugnissen und Fotografien von Anne Golaz und Alex Ochsner zeigt die Ausstellung im Biwak eine Vielzahl an Werkzeugen und Materialien, darunter Gewehre, Feldstecher, Tarnkleidung, aber auch ein Flachmann für den «Röteli»-Schnaps fehlt dabei nicht.

Events zu diesem Artikel

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