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Die Ausstellung will Lebenswelten von Flüchtlingen wie diesen Syrern an der türkischen Grenze erfahrbar machen.© AFP/BULENT KILIC
Bernisches Historisches Museum

Alltag für Millionen von Menschen

Die multimediale Ausstellung «Flucht» des Bundes und des UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge kommt nach Bern. Sie vermittelt, was Flüchtlinge erleben, und bietet einen Crashkurs in Menschenrecht und Asylwesen.

Rund 65 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht, so viele wie noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg. Über eine Handvoll fiktiver, exemplarischer Schicksale von Flüchtlingen einerseits und die Vermittlung von nüchternem Wissen andererseits unternimmt die Ausstellung «Flucht» eine breit gefächerte Reise durch das riesige Gebiet. Nach Museen in Zürich und Aarau macht die Wanderausstellung nun Halt im Historischen Museum in Bern.

Realität im Camp

Zu den Stationen zählen Fluchtgründe, Fluchttypen und Lebensrealitäten auf den Fluchtrouten, in Camps oder Asylzentren. Ein Teil dreht sich zudem um die Themen Asylwesen, humanitäre Hilfe und nationale wie multilaterale Migrationspolitik mit ihren wichtigsten Gesetzen und Behörden. Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftsprojekt des Schweizer Staats­sekretariats für Migration (SEM), der Eidgenössischen Migrationskommission (EKM), der Direktion für Entwicklungszusammenarbeit (DEZA) und des Hochkommissariats für Flüchtlinge der Vereinten Nationen (UNHCR).

Die Besucherinnen und Besucher sollen laut den Verantwortlichen erfahren, «was es heisst, auf der Flucht zu sein». Für Lehrpersonen und Schulklassen gibt es zusätzliche Materialien und stufenspezifische Führungen und Workshops. Am Internationalen Frauentag am 8. März findet im Museum eine Podiumsdiskussion zu Frauen auf der Flucht statt. Das Kino Rex in Bern zeigt in einer Sonderreihe Kurzfilme und den Dokumentarfilm «Der Imker» von Mano Khalil. Der kurdische Regisseur, der die Schweizer Grenze auch einmal als Flüchtling passiert hat, wirkt mit Videos an der Ausstellung mit. Im Oktober zieht diese dann weiter nach Luzern.

 

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