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Aufgelöstes Gesicht von Anna Jaun.© ZVG
Hochschule der Künste Bern

Alles andere als hölzern

An der Diplomausstellung «Finale16» präsentieren Studierende der Hochschule der Künste Bern ihre Abschluss­arbeiten – so auch Anna Jaun und Marcel Gross.

Es gibt kein Zurück mehr: «Diese Irreversibilität macht für mich den Reiz bei der Aquarellmalerei aus», sagt Anna Jaun. Damit verbunden ist immer der Charakter des Vergänglichen, aber auch des Einzigartigen. Diese Merkmale sind auch in den Motiven der Bernerin zu finden: menschliche Gesichter. In ihrer Abschlussarbeit 
«I ate everything» projiziert sie Aquarellmalereien und Zeichnungen von Gesichtern auf Leinwände. Das Resultat sind übergrosse Porträts von zer­laufenen und aufgelösten Gesichtern, welche kunstvoll die Vergänglichkeit des Menschen darstellen.

Charme durch analoge Drucktechnik

Während Jaun dem Zufall keinen Einhalt gebieten will, arbeitet Marcel Gross grafischer und technischer. Der in Bern wohnhafte Basler hat im Rahmen seiner Abschlussarbeit «Tre­phine» eine serifenlose, monolineare Schrift entwickelt. «Sie besteht nur aus Mittelvektoren, hat also keine Aussenlinien», erklärt Gross. Die endgültige Form bekommen die Buchstaben, wenn sie in Holzplatten gefräst werden. Mit Farbe berollt, werden sie mit der Handdruckwalze auf Papier ­gedruckt. «Die analoge Drucktechnik verleiht dem Endprodukt Charme», ergänzt Gross. Das ­daraus entstandene Büchlein und andere Dokumentationen seiner Arbeitsschritte sind neben weiteren 31 Bachelor- und 20 Master-Abschlussarbeiten an der Diplomausstellung «Finale16» zu sehen.

Die HKB veranstaltet zudem Diplomkonzerte und Lesungen der Diplomandinnen und Diplomanden des Schweizerischen Literaturinstituts.

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