mitgliederwerden grey iconMitglied werden
Berner Kulturagenda Redaktion

Miete – Airbnb – Investment

31.01.2020

«Für wen sind Städte?» Diese Frage stellen sich Aktivisten und ganz normale Stadtbewohner im Dokumentarfilm «Push – Für das Grundrecht auf Wohnen» von Fredrik Gertten. Dieser zeichnet auf, wie Gentrifizierung nur der Anfang allen Übels ist. Wirklich problematisch wird es nämlich dann, wenn Eigentum nur noch als Investment dient, statt als Lebensraum.

Wankende Wahrheiten, imaginärer Hitler

21.01.2020

Jojo (Roman Griffin Davis) ist 10 Jahre alt und Mitglied der Hitlerjugend. Als er erfährt, dass seine Mutter (Scarlett Johansson) ein jüdisches Mädchen zu Hause versteckt, gerät seine Welt ins Wanken – gut, dass er sich mit seinem imaginären Freund Adolf Hitler (Regisseur und Schauspieler Taika Waititi) beraten kann. Das satirische Drama «Jojo Rabbit» des neuseeländischen Waititi («Thor 3», 2017) basiert auf dem Roman «Caging Skies» von Christine Leunens.

Von Vier- und Zweibeinern

21.01.2020

Die Trickfilmwelt lebt vom Reich der Tiere. Und weil ohne Vogel, Katze, Fuchs oder Hund Trickfilme viel öder wären, zeigt das Kino Lichtspiel unter dem Titel «Katz und Fuchs» verschiedene Kurzfilme aus seiner Sammlung. Da wäre zum Beispiel Lena von Döhrens herzerwärmender Streifen «Der Vogel und das Blatt», in welchem ein kleines schwarzes Vögelchen einem gelben Blatt hinterhereifert. Gleichzeitig ist ihm aber der freche Fuchs auf den Fersen.

Schräge Stadtgeschichten

21.01.2020

Bereits zum zehnten Mal veranstaltet das Schloss Oberhofen sein «Winterkino» im Schlosshof und zeigt unter anderem «Au revoir Taipei» (2010) des taiwanesischen Filmemachers Arvin Chen. Der knallbunte und unkonventionelle Film erzählt die Geschichte von Kai, der – von der Liebe getrieben – in Taipei, Nacht für Nacht eine Buchhandlung besucht, um Französisch zu lernen. Gleichzeitig porträtiert er die schnell­lebige Metropole mit viel trockenem Humor.

Ausflüge für die Kunst

21.01.2020

Die Cantonale Berne Jura bietet nebst dem Betrachten vielfältiger Kunst eine gute Gelegenheit, Kunstorte zu besuchen, die man sonst nicht auf dem Radar hat. Etwa das Musée jurassien des Arts in Moutier oder das Kunsthaus Interlaken. In Letzterem sind unter anderem Werke von Heinz Lauener des Kollektivs Rohling, Sarah Hugentobler, Filip Haag oder Ernst Hanke (Bild: «Die Leichtigkeit des Fliegens») ausgestellt.

Bilder der Adoleszenz

21.01.2020

Den Hamburger, Wahlberner und 2015 verstorbene Peter Dammann nahmen seine Fotoreportagen teilweise jahrelang ein. So auch die Sozialreportage im St. Petersburg der 90er-Jahre, für die er bewegende, aber auch schockierende Bilder von Kindern machte, die auf der Strasse, in Ruinen oder am Bahnhof lebten. Im Rahmen der Ausstellung «Peter Dammann – Fotoreportagen» erscheint zudem das Buch «Das Weisse Pferd», das Bilder der Adoleszenz zeigt.

Kunst der Vermittlung

21.01.2020

Das Kindermuseum Creaviva im Zentrum Paul Klee ermöglicht kleinen Kunstschaffenden Möglichkeiten sich gestalterisch auszuprobieren. An der Interaktiven Ausstellung «#6 – Ausstellung der Creaviva-Künstlerin*innen» steht jedoch für einmal das kreative Schaffen der sechs Kunstvermittlerinnen und Kunstvermittler im Zentrum – und zum Verkauf.

Musik als Utopie

21.01.2020

Sie füllte einst Stadien, doch der Jugoslawienkrieg der 90er-Jahre brachte ihre Karriere ins Wanken: Die jugoslawische Folk- und Popsängerin Lepa Brena polarisierte und kritisierte, was bis zu Terrordrohungen während ihren Konzerten führte. Im Stück «Das Lepa Brena Projekt» von Vladimir Aleksic und Olga Dimitrijevic 
zeichnet Brenas Utopie nach. Am letzten Spieltag finden im Anschluss an das Stück ein Konzert der Sängerin Nina Kraljic´ statt.

Dolce Vita oder Xenophobie?

21.01.2020

Das Spezialgebiet der Historikerin Sabina Bellofatto ist autobiografisch bedingt: Als Tochter italienischer Migranten setzt sie sich mit dem Einfluss der italienischen Einwanderer auf die helvetische Küche auseinander. Sie untersucht die in der Nachkriegszeit vorherrschende Diskrepanz zwischen dem Aufnehmen der Kulinarik und der Abweisung der Menschen, die diese Speisen mit sich brachten. Im Rahmen der Ausstellung «Homo Migrans» hält sie einen 
Vortrag zum Thema «Migrationsspuren auf dem Speisezettel».

Urchiges im Experimentellen

21.01.2020

Das Repertoire des Quartetts Urtönig, bestehend aus Sandra Schärer, Thomas Keller, Peter Holdender und Michi Schnyder, spielt 
Eigenkompositionen und Volksmusik aus allen Landesteilen. Im Stef’s Kultur Bistro gibt das Ensemble, in dem Schwyzerörgeli und Kontrabass, aber auch mal eine «Muharpfe» oder eine Shrutibox zum Zug kommt, ein Konzert.

Einfach weggesperrt

21.01.2020

Als «liederlich» und «arbeitsscheu» wurden Menschen abgestempelt und ohne gerichtlichen Beschluss in Anstalten oder ins Gefängnis gesperrt. Erst 1981 wurde diese Art der fürsorgerischen Zwangsmassnahme verboten. Eine unabhängige Expertenkommission wurde vom Bund beauftragt, die administrative Versorgungen in der Schweiz zu untersuchen. Der Bericht über das dunkle Kapitel der Schweizer Sozialgeschichte liegt nun vor. Der Präsident der Kommission, Markus Notter, spricht im «Sofagespräch».

Winterwunderkind

21.01.2020

Der junge russische Geiger Dmitry Smirnov studierte an der Musikhochschule in Lausanne und wurde bereits mit zahlreichen Preisen, wie etwa am renommierten «Varga-Wettbewerb» ausgezeichnet. An der Winterausgabe der «Jahreszeiten Konzerte» in der Kirche Blumenstein präsentiert er mit drei weiteren Streichern und dem Klarinettisten Miquel Ramos Salvadó Stücke von de Arriaga, Dvorak und Brahms.

Durchdringender Blick

21.01.2020

«Flutumfangen» (1876) heisst ein Gemälde des Solothurner Malers Frank Buchser, das in der Ausstellung «Alles zerfällt» zu sehen ist. Ein Mädchen liegt auf einem Felsvorsprung über dem aufbrausenden Meer und schaut die Betrachtenden skeptisch, trotzig, mit einem durchdringenden Blick an. In der Ausstellung ist «Schweizer Kunst von Vallotton bis Hodler» zu sehen. An Führungen mit dem Co-Kurator Etienne Wismer (11 Uhr) und einer literarischen Führung mit 
Michaela Wendt (13 Uhr) ist mehr über die Kunstwerke zu erfahren.

Leipziger Gesprächsstoff

21.01.2020

Im Rahmen der Ausstellung «Fremde Mächte. Malerei aus Leipzig» im Museum Franz Gertsch findet ein Künstlerinnengespräch statt. Darin treten einige der in Burgdorf ausgestellten Künstlerinnen – Katrin Brause alias Heichel, Henriette Grahnert, Claudia Rössger, Kristina Schuldt und Miriam Vlaming – in Dialog mit der Dresdner Kunsthistorikerin Susanne Altmann und der Kuratorin Anna Wesle.

«Innigste Zartheit, frische Lebenslust»

21.01.2020

Die Pianistin Hiroko Sakagami hat für das erste Konzert des Jahres des Forum Kammermusik das Streichquartett Quatuor Sine 
Nomine (Bild) aus Lausanne eingeladen, sie in Beethovens Klavierquartett in Es-Dur und Brahms Klavierquartett in A-Dur zu begleiten. Letzteres wurde von einem Zeitgenossen umschrieben als «Ton innigster Zartheit, der wechselt mit frischer Lebenslust.»

Für immer zwölf Stunden

21.01.2020

«Und doch simmer immer wieder i mim Zimmer / Zwölf Stund lang / Für immer» – Der Ex-Frontsänger von Baba Shrimps, Adrian Tacchi, kommt mit seiner brandneuen EP bestehend aus sechs Mundartstücken, in den Bären Biglen. Auf seinem Solo-Debüt wird der Zürcher Gitarrist und Sänger musikalisch begleitet von feinen Synthie-Klängen und Beats seines Verbündeten und Produzenten Zebra.

Die laute Seite des Lebens

21.01.2020

Das Festival Blaues Pferd frönt der lauten Seite des Lebens. Mit Ska, Punk und Punkrock laden Bands wie Rantanplan (Bild), Skassapunka, Nofnog, Enraged Minority oder Baspa Ricardo zum Pogen und Toben. Die 13 Gruppen, die die Standfestigkeit der Gemäuer der Grossen Halle ausloten, stammen aus der Schweiz, Deutschland und Italien.

Zwischen Flunkern und Fantasie

21.01.2020

Die Grenzen zwischen Realität und Imagination ist bei Kindern nicht immer trennscharf. Die interaktive Hörperformance «Das UHU-Experiment – Philosophieren für Kinder» widmet sich diesem Spielraum, in dem Normen noch überdacht werden können. Das Experiment ist eine Produktion für Kinder zwischen 8 und 1
5 Jahren von Mandarina & Co, einem aus Zürich stammenden 
Kollektiv, das spartenübergreifende Projekte realisiert.

Gesungene Unterstützung

21.01.2020

Bestehend aus Frauen lateinamerikanischer und spanischer Herkunft sowie Schweizerinnen mit Bezug zu diesem Kulturraum, schloss sich der Coro Latinoamericano de Mujeres de Berna im Jahr 1999 zusammen. Unter der Leitung des kubanischen Dirigenten Abdiel Montes de Oca präsentiert der Chor im Kirchgemeindehaus Johannes ein Benefizkonzert zugunsten des Guatemalanetz Bern.

Volle Kraft ins neue Jahr

21.01.2020

Power to the People (Bild), so nennt sich das Duo bestehend aus den Berner DJs Stereoid und The Secret Golden Strong Legs Man. Das Kapitel umschreibt ihre Musik als Mischung aus «Vibes der 90er und der Clubmentalität der frischen 20er». Dort trifft das Duo auf das blitz­saubere House-Set von Fabien (Midilux). Eine gute Möglichkeit, das alte Jahr endlich endgültig abzuschütteln.

Weitere Artikel

Anmeldung Newsletter

Wetter in Bern

laden