mitgliederwerden grey iconMitglied werden
Berner Kulturagenda Redaktion

Geschmolzenes Gold

Archiv
16.05.2022

Manche essen ihn das ganze Jahr über, für andere ist er ein rotes Tuch: Der aromatische Walliser Raclettekäse wurde erstmals 1812 erwähnt und gehört zum Schweizer Kulturgut. Das Alpine Museum tischt in vier Kapiteln Käsegeschichten von der Produktion bis zum Geschmackserlebnis auf und spielt mit dem Kontrast zwischen Realität und Werbung.

Leise Widersprüche

Archiv
16.05.2022

Speziell für die Galerie 9a am Stauffacherplatz entstanden, führt Samuel Blaser in seinen Bildern in fantasievolle und surrealistische Landschaften. Während der Berner Künstler früher oft Menschen ins Zentrum seiner Werke setzte, arbeitet er derzeit häufig mit Zufallstechniken und erschafft Szenen voller leiser Widersprüche und Symbolik.

Das Eigenleben des Raums

16.05.2022

D und H bewohnen als Künstler*innenpaar ein Haus, das nur aus Fensterfronten zu bestehen scheint. Sie arbeiten auf verschiedenen Etagen, über die Sprechanlage verabreden sie sich zum Sex im gemeinsamen Schlafzimmer. In «Exhibition» (2013) spielt die britische Regisseurin Joanna Hogg mit der Durchlässigkeit des Raums und entwirft eine komplexe Studie über Kommunikation, Kreativität und das Eigenleben von Räumen. Zu sehen ist er in der Reihe «Art is Life», die das Schaffen der Ausnahmefilmerin zeigt.

6 Tage Probezeit

16.05.2022

Der marokkanische Einwanderer Moha ist gelernter Elektriker und hat in Barcelona Aussicht auf einen Job – wenn er die sechs Tage Probezeit besteht. Vor eine wahre Bewährungsprobe stellen ihn vor allem die rassistischen Bemerkungen seines Kollegen Valero: Da braucht es Nerven aus Stahl. Mit Gleichmut nimmt Moha auch die manchmal ausgefallenen Ideen seiner Kund*innen hin. «6 Dias en Barcelona» ist eine hintersinnige Komödie mit Lust an skurrilen Situationen.

Wider ihren Willen

16.05.2022

Die lebenshungrige Sezim verlässt ihr kirgisisches Heimatdorf, um in der Hauptstadt Bishkek zu studieren. Doch bald schon tauchen Männer auf, die sie ins Hinterland verschleppen. Dort wird sie wider ihren Willen verheiratet. Der für den Oscar nominierte 38-minütige Kurzfilm «Ala Kachuu – Take and Run» der Schweizer Regisseurin Maria Brendle erzählt vom zwar verbotenen, aber leider noch immer praktizierten Brautraub und einer mutigen jungen Frau, die aufbegehrt.

Die Mafia in der eigenen Familie

Archiv
09.05.2022

Der italoamerikanische Regisseur Jonas Carpignano hat mit «A Chiara» seinen dritten Film gedreht, dessen Handlung sich in der kalabrischen Hafenstadt Gioia Tauro abspielt. In diesem neorealistischen Drama muss Teenager Chiara merken, dass die Familienidylle überschattet wird – und zwar von der ’Ndrangheta. Doch auf der Suche nach Antworten stösst sie gegen eine Wand.

Explizites Kunstwerk

Archiv
09.05.2022

Mit «Nitrate Kisses» aus dem Jahr 1992 schuf die vor drei Jahren verstorbene feministische Künstlerin Barbara Hammer ein explizites Kunstwerk: Bei Recherchen stiess sie 1990 auf den damals 60 Jahre alten Experimentalfilm «Lot in Sodom», der erotische Bilder von Homosexuellen zeigt. Mit Material aus diesem und anderen Filmen sowie mit Interviews und Musik setzte sie einen neuen zusammen.

Senior bestiehlt Kunstmuseum

09.05.2022

Mit «The Duke» wird die brisante Diebstahlgeschichte von Kempton Bunton (1904–1976) in einer Komödie verfilmt. Bunton, verkörpert von Jim Broadbent, ist 60 Jahre alt, Taxifahrer – und resoluter Gegner von Fernsehgebühren für Pensionierte. Um für diese politische Agenda ein Druckmittel zu haben, stiehlt er in der National Gallery ein Porträtgemälde des Duke of Wellington. Zur Starbesetzung von «The Duke» gehören auch Helen Mirren oder Matthew Goode.

Maler aus Leidenschaft

Archiv
09.05.2022

Farbstriche deuten Wasser an, das sich an Flusssteinen vorbei­schmiegt, auf einem anderen Bild blicken einem rote, gesichtslose Silhouetten entgegen. Der Maler aus Leidenschaft Rolf Spring zeigt seine Werke im Rahmen seines 77. Geburtstags in der Galerie Hess.

Welche Figur bist du?

09.05.2022

«We all are sort of comic stars» – Wir alle sind irgendwie Comic-Stars, so heisst eines der Bilder von Alex Zürcher, auf dem die Köpfe von Mickey oder Donald auf üppigem Farbgrund zu erkennen sind. Auch Giraffen, Leoparden oder Krokodile gehören zu den Sujets des Malers. In der Privatklinik Wyss stellt er seine bunten Bilder aus.

Erinnerungen zu verkaufen

03.05.2022

Ein Gedicht von Firas Shamsan

Hoch hinaus

02.05.2022

Mehr als über 80 Jahre nachdem Brad Washburn den Denali in Alaska zum ersten Mal aus einem Flugzeug heraus fotografiert hat, stossen die Bergsteiger Renan Ozturk und Freddie Wilkinson auf die ehrfurchterregenden Bilder. Dabei kommt ihnen die Idee, das abgebildete Mooses-Tooth-Massiv seitwärts zu durchqueren. Der atemberaubende Dokumentarfilm «The Sanctity of Space», zeigt ihre Expedition.

Dem Begehren auf der Spur

Archiv
02.05.2022

Die rastlose Anaïs ist mal wieder knapp bei Kasse. Gelangweilt von ihrer Beziehung, lernt sie einen Verleger kennen, der sie umwirbt. Doch Anaïs hat nur Augen für dessen Frau, eine bekannte Romanautorin. «Les Amours d’Anaïs» ist eine schwungvolle Ode an die Liebe und wirft einen frischen Blick auf das Begehren. Der fantasievolle und humorvolle Film von Charline Bourgeois-Taquet läuft im Kellerkino.

Kurz und bündig

Archiv
02.05.2022

Mit Kurzfilmen aus der Region, der Welt sowie Höhepunkten der Schweizer Filmszene aus den Bereichen Fiction, Dokumentation und Animation lädt die Schweizer Kurzfilmnacht in die Cinématte. Zu sehen sind etwa die Berner Premiere von «Vents Solitaires» (Bild), aber auch «Hair Wolf» sowie «T’es morte Hélène», die zur Mitternachtsstunde in der Kategorie «Splatter Light» laufen.

Ein «Stricher» auf Achse

Archiv
02.05.2022

Während seines Aufenthalts im kleinsten Hotel von Bern, der Casita, zeichnete Ingo Giezendanner die Länggasse. Der Zürcher Illustrator nennt sich selbst einen «Stricher», so bringt er seine Umgebung meist mit schwarzem Fineliner zu Papier. Der Zürcher zeichnete bereits in Teheran, New York und Islamabad, während des Lockdowns machte er sich auf Streifzüge durch die Schweiz.

Richtig guter Stoff

02.05.2022

Er bringt Farbe mit Siebdruck oder Aquarell auf textile Untergründe wie Wolle oder Seide: Der Künstler Werner Birnstiel lässt sich in seinem Werk von Impulsen leiten. «Diese lassen das Herz schlagen und sind auch zuständig für die Kreativität: Das ist Glück», sagt er. Im Schlosskeller Fraubrunnen sind die grossformatigen und abstrakten Kunstwerke Birnstiels zu sehen.

Film der Stunde

25.04.2022

Fünf Monate verbrachte der kanadische Filmer Daniel Roher mit Alexei Nawalny in einem Ferienhaus im Schwarzwald. Seine Aufzeichnungen sind Zeitzeugnis, Charakterstudie und Thriller in einem. Er dokumentiert, wie der Putin-Gegner zusammen mit Familie und Team, einem Journalisten, aber auch zwielichtigen russischen Partnern den Giftanschlag auf sein Leben aufdeckt. «Navalny» dürfte so etwas wie der Film der Stunde sein, legt er doch ein Brennglas auf Putin und dessen tödliches Regime.

Achtung, sie sind zurück

Archiv
25.04.2022

«Man sollte sich in Acht nehmen, wenn die Briten kommen», meint Robert Crawley, Earl of Grantham, im Trailer. Und sie sind zurück, die Briten: «Downton Abbey – eine neue Ära» heisst der zweite Kinofilm, der an die erfolgreiche Kostümdramaserie anknüpft. Freund*innen der Stiff Upper Lip und komplizierter Adelstitel können darin dem detailreich inszenierten Schicksal des Aristokratenklans im 20. Jahrhundert folgen. Diesmal lockt eine Sommerfrische auf dem Kontinent, denn was niemand in der Familie ahnte: Gräfinwitwe Violet Crawley hat eine Villa in Südfrankreich geerbt. Frankreich muss sich also in Acht nehmen.

Gewalt und ihre Komplizen

25.04.2022

Die siebenjährige Nora wird Zeugin davon, wie ihr älterer Bruder Abel in der Schule auf brutale Weise gemobbt wird. «Wenn du dich einmischst, bist du tot», will Abel seine Schwester zum Schweigen zwingen. Scham und Angst des Opfers sind Komplizen der Gewalt, die sich auf dem Pausenplatz abspielt. Was soll Nora tun? Die belgische Regisseurin Laura Wandel erzählt «Un Monde» aus der Perspektive des Mädchens. Ihr berührender Film ist nicht ohne Hoffnung.

Allmächtige Sprache

25.04.2022

Sie begegneten sich vor ihren Ateliers, die in den Vidmarhallen liegen, nun treffen sich auch die Werke von Flurina Hack, die Alltäglichem neues Leben einhaucht, und Aurèle Oggier, der Mehrdeutiges zu Papier bringt. In der Galerie da Mihi treten Hacks Formen und Oggiers Farben in einen Dialog und zeigen, wie einfach die Sprache der Kunst Barrieren zu überwinden vermag.

Weitere Artikel

Folgen Sie uns

Anmeldung Newsletter

Wetter in Bern

laden