mitgliederwerden grey iconMitglied werden
Berner Kulturagenda Redaktion

Der Apfel fällt weit weg vom Stamm

18.12.2018

Nach jahrelanger Absenz kehrt Shadi für die Hochzeit seiner Schwester in seine Heimat Nazareth zurück. Wie es ein palästinensischer Brauch will, verteilt er mit seinem Vater persönlich die Hochzeitseinladungen. Bald keimen alte, durch die Distanz stumm geschaltete Streite wieder auf – wie der über die abwesende Mutter oder zu regimegefälliges Verhalten des Vaters. Der humorvolle und herzerwärmende Spielfilm «Wajib» (2017) von Annemarie Jacir, ­besticht mit umwerfenden Dialogen und den Protagonisten, die auch im richtigen Leben Vater und Sohn sind.

Nicht nur für Kinderaugen

18.12.2018

Unter dem Titel «Keine Kinderfilme» zeigt das Kino Lichtspiel Kurzfilme des Schweizer Filmemachers Fredi M. Murer, die von Kinderabenteuern erzählen. Am Filmabend, an dem Murer anwesend ist, läuft unter anderem «Christoph und Alexander» (1973), der das Leben zweier Buben aus Bankierhause beleuchtet oder der Experimentalfilm «Marcel» (1962, Bild) über einen Jungen, der sein
Flugzeug verloren hat.

Allegorie auf das Leben

18.12.2018

«Ein Puzzle zu beenden bedeutet, alle Entscheidungen richtig getroffen zu haben.» Agnes (Kelly Macdonald) verkümmert in ihrem idyllischen, aber durch und durch repetitiven Hausfrauendasein. Darum meldet sie sich bei Robert (Irrfan Khan), um als Duo bei Wettbewerben teilzunehmen und beginnt im Film «Puzzle», ihr
Leben selber zu bestimmen.

Intimer Briefwechsel

18.12.2018

Eine schriftliche Schatztruhe in drei Bänden hat der Suhrkamp ­Verlag im Oktober mit der Robert-Walser-Briefausgabe veröffentlicht. Rund 20 Schriftstücke aus den 951 Dokumente umfassenden Briefwechseln setzt das Robert Walser-Zentrum in den Fokus: den Briefwechsel von Walser mit Therese Breitbach, einer Verehrerin des Autors. Illustrationen des Künstlers Yves Netzhammer er­gänzen die intimen Worte.

Gesichter einer Grossstadt

18.12.2018

Spätestens seit dem Projekt «Humans of New York» des amerikanischen Autors, Fotografen und Bloggers Brandon Stanton ist klar, wie interessant und vielschichtig die Menschen der Millionen­­me­tropole sind. In einer reduzierteren Bildsprache widmet sich der Zürcher Fotograf Jens Krauer in der Ausstellung «New York» den Bewohnern zwischen Hudson und East River.

An der Quelle

18.12.2018

Ganze 72 Wasserfälle gehören zum Lauterbrunnental. Mürrens ­Bevölkerung wird noch heute mit eigenem Trinkwasser versorgt. Die Ausstellung «Mürrenwasser» widmet sich diesem Thema und zeigt auch, warum beispielsweise Lady Nicoll es sich 1884 hätte ersparen können, für die Ferien extra eine Badewanne nach Mürren zu schleppen – das Grand Hotel des Alpes verfügte schon über «bains et douches».

In der Falle sitzen

18.12.2018

Da sitzt er nun, der Frosch, in der Fallgrubenfalle. Die mysteriöse Pflanze mit diesem irreführenden Namen gehört zu den fleischfressenden Pflanzen, die auch kleine Frösche verdauen können. Der Rundgang «Wer mit wem? Pflanzen-Tier-Interaktionen» durch die Gewächshäuser des Botanischen Gartens beschäftigt sich mit der Symbiose von Tier und Pflanze und veranschaulicht deren verschiedene Beziehungen.

Tapetenwechsel

18.12.2018

In der eigenen Umgebung ist man oft «betriebsblind». Um neue Sichtweisen zu finden, ermöglicht die Stadt Thun regelmässige Atelieraufenthalte im Ausland. Die Ausstellung «Ortswechsel» im Kunstmuseum Thun gibt Einblick in künstlerische Prozesse von Hanswalter Graf und Karen Amanda Moser. Letztere erläutert am Werkstattgespräch ihre Arbeiten, die beim Aufenthalt in Genua entstanden sind.

Die Welt ist ihr musikalisches Büffet

18.12.2018

Eine Reise nach Sierra Leone inspirierte die Engländerin Mina zu ihrer Debüt-EP «Kabala». Im ISC switcht die für ihre furchtlos durch die Stile cruisende bekannte DJ zwischen Afrobeat, Dancehall, Grime und UK Funky, und mischt auch mal einen Schuss «Hotline Bling» von Drake rein. Die Welt steht ihr offen.

Fabeltier-Atelier

18.12.2018

Wenn einem Vogel plötzlich eine Flosse wächst, ist er dann ein Fogel? Oder wenn ein Fisch plötzlich Flügel an sich entdeckt, ist er ein Visch? Unter dem Thema «Visch oder Fogel» verwandeln, trans­formieren und kreieren Kinder im Januar eine fabelhaft mysteriöse Bild- und Tierwelt. Bis im März sind die Fabeltiere in einer inter­aktiven Ausstellung zu sehen.

Verbundenheit durch Musik

18.12.2018

Das «Feuer» der Freundschaft verbindet die niederländische Violinistin Gwendolyn Masin und den Berner Pianisten Simon Bucher seit über 20 Jahren. Auf dem gemeinsamen Album «Flame» verewigten sie ihre Freundschaft und insbesondere ihre Vorliebe für Debussy, de Falla, Boulanger, Messiaen und Fauré musikalisch. Zu hören ist das Duo am Neujahrskonzert im Burgerspittel.

Naturkatastrophen horchen

18.12.2018

Die aktuelle «Biwak»-Ausstellung «Die weisse Gefahr» im Alpinen Museum thematisiert die Schweizer Lawinenforschung und den Umgang mit der Lawinengefahr, der erst kürzlich zum immateriellen UNESCO-Kulturerbe deklariert worden ist. Im Rahmen der Ausstellung findet nun in Zusammenarbeit mit der Theaterab­teilung der Hochschule der Künste Bern die Lesung «Lawinen-­Geschichten» statt.

Jahresauftakt

18.12.2018

Alle Jahre wieder lädt das Berner Symphonieorchester (BSO) zum Neujahrskonzert – heuer soliert Konzertmeister Alexis Vincent auf der Geige. Den wortwörtlichen Auftakt ins neue Jahr macht der britische Dirigent, Organist und Pianist Wayne Marshall (Bild) – er, der spezialisiert ist auf amerikanische Komponisten des 20. Jahrhunderts, dirigiert Gershwins «Rhapsody in Blue», weitere Stücke des Komponisten sowie Stücke von Bernstein und Warlop.

Zwischenzeit

18.12.2018

Das Trio Cappella, bestehend aus der Akkordeonistin Claudia Muff, dem Posaunist Armin Bachmann und dem Kontrabassisten Peter Gossweiler, verabschiedet das alte Jahr am Konzert «Allerhand für mitenang, zringsetum u näbenang» in der Reformierten Kirche Zollikofen. Die Organistin Annerös Hulliger (Bild) begleitet das Trio, das Werke aus verschiedenen Epochen spielt, an der Orgel.

Cabriolet-Ganoven

18.12.2018

Ein Cabriolet anstelle eines Karibikurlaubs und eine Spritztour mit Folgen: Das Stück «Wochenend und Sonnenschein» von Christian Struppeck erzählt die turbulente und abwechslungsreiche Geschichte einer Familie, die auf einem kurzen Ausflug an den Gardasee mit zwei Ganoven ein Abenteuer erlebt. Die musikalische Komödie, inszeniert von Sarah Manta, ist im Theater Remise zu sehen.

Kassettenspuldisco

18.12.2018

Keine alten Platten, sondern Tonbänder versetzt der Tape Jockey TJ Spool an der Tanznacht «RexTone» in Bewegung. Diese beinahe antiken Bänder spielt er auf zwei Tonbandmaschinen aus den 60er-Jahren ab und mischt die Lieder mit einem Vintage-Mixer. Daraus erklingt im Kino Rex ein umarmend warmer, analoger Sound mit Musik aus aller Welt, aufgespürt an Flohmärkten und in Familienarchiven.

Wer war es?

18.12.2018

Wer ist involviert? Wer weiss mehr, als er oder sie vorgibt? Wer hat was eingesteckt? Und was ist eigentlich passiert? «Postkutschenskandal 1838» ist ein interaktives Theaterstück, in dem alle Gäste eine Rolle übernehmen, um Licht in diese dunklen Zeiten bringen zu können. Zur Spurensuche wird ein reichhaltiges Menü serviert.

Zwischen die Tage geschoben

18.12.2018

Der Magen noch gefährlich ausgedehnt und die Zeit bis Silvester noch frei zum Verplempern: Das ist die perfekte Zeit für das da­zwischengeschobene Micro Jazzfestival «Die letzten Tage» in seiner 12. Ausführung. In diesem Jahr gibt es Bekannteres, wie Kappe­ler-Zumthor oder True, und Entdeckenswertes wie District Five (Bild) oder Ilja.

Gitarre gegen den Trubel

18.12.2018

Nach Glühweinplausch und Neonlichtergewimmel freut sich manch eine und einer nach Ruhe. Die akustischen Gitarrenklänge des britischen Singer-Songwriters Dan Ward sind Balsam nach der hektischen Zeit. An der «Dan’s Songwriter Night» spielt er ein Konzert. Anschliessend lässt die kalifornische Sängerin Beth Wimmer die Saiten ihres Zupfinstruments erklingen.

Im Trommeltakt

18.12.2018

Die kubanische Profi-Tänzerin Yusimi Rodriguez aus Havanna leitet im Rahmen der Reihe «Xmas Special Days» der Salsadancers ­«Afro-Workshops». Mit Afrocuban Contemporary, Afrocuban Orishas oder Rumba unterrichtet sie verschiedene Stile, die auf die afrikanische Kultur Kubas zurückgehen. Vom Festgelage zum Festgetanze im Takt der Trommeln fehlt also nur noch ein kleiner Schritt.

Weitere Artikel

Anmeldung Newsletter

Wetter in Bern

laden