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Berner Kulturagenda Redaktion

Wer konvertiert warum?

04.08.2020

Am Anfang der Konversion steht meist eine Krise: Drogen- und Alkoholkonsum gefolgt von Studienabbruch, Identitätssuche junger Erwachsener, Chaos und Streit in schwierigen familiären Situationen. Da bietet der Übertritt von einer Konfession zu einer anderen eine Veränderung und neue Zugehörigkeit. So das Narrativ im Dokumentarfilm «Shalom Allah» des jüdisch-schweizerischen Regisseurs und Journalisten David Vogel. Der 2019 in Locarno gezeigte Film geht der Frage nach, warum Schweizerinnen und Schweizer zum Islam konvertieren und wie sie und ihr Umfeld damit umgehen.

Gegen Windmühlen kämpfen

04.08.2020

Der Dokumentarfilm «Lost in La Mancha» (2002) von Keith Fulton und Louis Pepe zeigt den Prozess des zum Scheitern verurteilten Films «The Man Who Killed Don Quixote» und der unermüdliche Kampf dessen Regisseurs Terry Gilliams. Ein Film über einen Film bei dem alles schief läuft was potenziell schieflaufen kann: Weggespülte Requisiten, Flugübungen über den Drehorten und störrische Pferde.

Shorts aus dem Norden

04.08.2020

Vier 80-jährige Witwen treffen sich zum Kaffee und plaudern über die sexuelle Revolution («Coffee Time»), ein missglückter Banküberfall in Echtzeit («Incident by a Bank»), ein skurriler Urlaub in Cannes («Las Palmas») oder Konzert mit Kücheninstrumenten («Music For One Apartment And Six Drummers», Bild): Die Cinématte zeigt am Filmabend «Best of Swedish Shorts» sieben schwedische Kurzfilmproduktionen.

Von Zimmerwald bis Kairo

04.08.2020

Die drei befreundeten Künstlerinnen Ursula Stäubli , Barbara el Nimra und Alice Friedli aus Zimmerwald, Kairo und Bern stellen in der Galerie Im Gjätt aus: Das Spektrum reicht von farbenprächtigen Windungen und Bewegungen des Nils, über Menschen, Tiere und Pflanzen die miteinander im stummen Dialog stehen bis hin zu Zeichnungen von Vögeln in Schwarz-Weiss.

«Ein Strom bewegter Bilder»

04.08.2020

Ein Lebenslauf, wie er heutzutage immer seltener wird, das kann der Burgdorfer Bernhard Hobi vorlegen: autodidaktischer Schlagzeuger in mehreren Blues-, Funk- und Jazz-Bands, Flugsicherer in Zürich-Kloten, langjähriger Koch und Gastwirt, Kurzwellen-Operateur und freischaffender Kunstmaler. Hobis Bilder, zu sehen in «Klingende Farben und Formen» im Kulturpunkt, sind inspiriert von der Musik, die er wahrnimmt «wie ein Strom bewegter Bilder».

Für den einzigartigen Klang

04.08.2020

Im Rahmen des Musikfestivals Bern können Kinder im Vorfeld Instrumente selber erschaffen – und das aus ganz einfachen Alltagsgegenständen. Danach können sie auf ihren eigens gemachten Instrumenten Klänge ausprobieren. Auch elektronisches Verstärken wird hier erlernt. Mit etwas Improvisation entsteht im Kurs «Kinder bauen Instrumente» der eigene Sound der ganzen Gruppe.

Ungestüme Wortgewalt

04.08.2020

Mal waren sie zu viert, mal zu dritt, heuer sind es zwei: Stiller Has steht im Duo im La Cappella auf der Bühne. Mit Roman Wyss am Klavier und Endo Anaconda, der mit seiner unverkennbaren Stimme den gesamten Interpretationsraum einnimmt und seine Sicht auf Dinge präsentiert: mit Poesie, Witz und vor allem Wortgewalt, wie auch auf dem neusten Album «Pfadfinder» einmal mehr deutlich wird.

Kosmische Körper

04.08.2020

Im Werk Friedrich Dürrenmatts sind Himmelskörper und Elemente aus der Astronomie prominent vertreten. Das Schloss Spiez zeigt momentan eine Ausstellung mit Bildern des Berner Malers und Schriftstellers. Kurator Rudolf Käser spricht am Vortrag «Den Himmel erklären» über Dürrenmatts kosmische Sichtweisen und seine astronomischen Motive.

Geschichte soll lehren

04.08.2020

In seinen Vortrag «Die Schweiz im Ringen um den freien Menschen zwischen West und Ost» nimmt Niklaus Schär Historisches auf. Etwa die Lage der Schweiz im Zweiten Weltkrieg, die Entstehung der Eidgenossenschaft sowie die Machtpositionen des 21. Jahrhunderts. Durch das Aufgreifen dieser Themen stellt sich Schär die Frage: «Was sind die konkreten Möglichkeiten des Handelns für den Einzelmenschen?».

Ab in den Süden

04.08.2020

Wenn die kalten Wintermonate kommen, ziehen nicht nur die Vögel Richtung Süden, auch vielen Insekten wird es hierzulande zu kalt. Der Vortrag «Wanderverhalten der Insekten» von Lisa Fisler im Infozentrum Eichholz gibt Einblicke in das erstaunliche Zugverhalten von Insekten. Der Monarch-Falter (Bild) sucht sich im Winter eine windgeschützte Stelle und bildet zusammen mit seinen Artgenossen dichte Trauben, um die kalten Temperaturen zu überstehen.

Verschiebung ins Meisterhafte

04.08.2020

Der revolutionäre Pianist Ivo Pogorelich denkt die Musik weiter: Mit angepassten Takten und neuen Tempi haucht er den Werken der grossen Komponisten neues Leben ein und lässt damit deren Biografie in die Stücke einfliessen. Im Zentrum Paul Klee spielt der in Belgrad geborene Pianist im Rahmen der «International Piano Series» Bach, Beethoven, Chopin und Ravel.

Rennender Indie-Pop

04.08.2020

Die kraftvolle Stimme der Sängerin Jorina Stamm wird begleitet vom träumerischen Indie-Pop der fünfköpfigen Band Ellas. Die Aargauer Band hat Ende Juli ihre neue Single «Running» veröffentlicht, die mit ruhig-entspannten Klängen einsteigt, welche dann immer stärker ins Sperrige kippen. Mit unter anderem dieser dritten Single im Gepäck geben Ellas im Bierhübeli ein Konzert.

Treffpunkt Orgel

04.08.2020

Die Reihe «Orgelpunkt» in der Heiliggeistkirche lädt jeweils wöchentlich dazu ein, Musik zu geniessen, sich davon inspirieren zu lassen und sich bei einem Beisammensein auszutauschen. 46 Organistinnen und Organisten sind in diesem Jahr Teil des vielseitigen Programms. Darunter ist auch der Titularorganist Matteo Imbruno. Er spielt mit «La Trascrizione» Werke von Antonio Vivaldi, Johann Sebastian Bach und Marin Marais.

Klangverwandt

04.08.2020

Wie beim verwandten Instrument Cembalo, laufen die Saiten des Virginals annähernd parallel zur Klaviatur. In «D’après Onofrio Guarracino 1668» widmet sich die Reihe «Musique de l’église francaise de Berne» dem bedeutenden Cembalo- und Virginalbauer Onofrio Guarracino, dessen Instrument von Antonio García, dem Organisten der Französischen Kirche, gespielt wird. Mit der Oboistin Katharina Suske von der Freitagsakademie präsentiert er Werke von Couperin, Frescobaldi, Geminiani und Babell.

Feuer und Flamme für den Sommer

04.08.2020

Der Höhepunkt des Sommers feiert Beizli und Kulturort Wagen zum Glück am Sommerfest von mittags bis nachts mit Kulinarik, Trunk und Tanz am Ufer der Aare. Für die Musik sorgt DJ Cruze, auch The Groovemaster genannt, der Electroswing, Funk, Soul und House auflegt. Zum Sommerfest gehört ebenso eine «Herz-Feuer-Show», die die heisse Jahreszeit mit poetischem Lichterspektakel ehrt.

Ein Hauch Riviera

04.08.2020

Riviera-Stimmung: Das Trio Caporicci, mit der Sängerin Annalisa Spagnoli, dem Pianisten Andreas Michel (Grand Mother’s Funck) und dem Perkussionisten Christoph Fluri bringt mit ihren jazzigen Canzoni ein Stück Italien nach Bern. Für ihr Konzert im Innenhof des Berner Generationenhauses erhalten sie besondere Verstärkung: Der Geiger Adam Taubitz, der sonst bei den Berliner Philharmonikern spielt, steht mit auf der Bühne.

Barocke Schätze

04.08.2020

Für 100  000 Pfund erwarb der Reichsgraf Albrecht Friedrich von Erlach vor 300 Jahren die «alti Veschti» mit dem Ziel, sie in ein prächtiges Barockschloss umzubauen. Mit diversen Gegenständen, von Kunstobjekten über Schriftstücke bis zur Spielzeugkiste, lässt sich an der Führung durch die Jubiläums-Sonderausstellung «300 Jahre – 30 Objekte» die Vergangenheit des prunkvollen Schlosses Jegenstorf erspähen.

Corona-Lexikon

03.08.2020

 

Der Schriftbild-Maler

21.07.2020

Ein Lithograf und Autodidakt an der Kupferdruckpresse zwischen der Schweiz und Paris, der in Versailles grossformatig gemalt und sich 1964 in Köniz niedergelassen hat: Das Werk des 2019 ver­storbenen Rudolf Mumprechts besteht aus einem realistischen Frühwerk und zeigt eine ausgeprägte Vorliebe zur Abstraktion, die in den 50er-Jahren in Bern mit wenig Begeisterung aufgenommen wurde. Auf die abstrakten Motive folgte in den 70er-Jahren die intensive Auseinandersetzung mit Schriftbildern und -zeichen. Die Galerie Kunstwerk widmet ihm eine Gedenkausstellung.

Gemälde als Zeugen

21.07.2020

Eine schillernde Persönlichkeit, die gerne sowohl Mann als auch Frau verkörpert, Anfang 20 und voller Leben: Der Maler und Musiker Luciano Castelli war neben Patti Smith in den 70er-Jahren eines der zentralen Modelle von Franz Gertsch. Das Museum Franz Gertsch zeigt in «Luciano Castelli – Reckenbühl» Bilder, Fotos und Objekte Castellis, die von wilden Zeiten in einer Luzerner Jugendstilvilla zeugen, die er von seinem Onekl nutzen konnte.

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